Linkes Ufer, rechtes Ufer» Ernst May und die Planungsgeschichte von Magnitogorsk

Ko-Vortrag im Rahmen der BAUHAUS-ARGUMENTE am 27. November 2014, 19.30 Uhr im Oberlichtsaal der Bauhaus-Universität Weimar, gemeinsam mit Prof. Dr. Barbara Kreis (Nürnberg)
Eine Veranstaltung des Instituts für Geschichte und Theorie der Architektur und Planung
Moderation: Prof. Dr. Ines Weizmann

Magnitogorsk war das Leitprojekt der Industrialisierung im Rahmen des 1. sowjetischen Fünfjahrplans (1929-1932). Während die Amerikaner die technische Ausrüstung für das Metallurgische Kombinat lieferten, sollte der vom deutschen Architekten und Stadtplaner Ernst May geleitete Planungstrust Standartgorproekt (Standartstadtprojektierung) nach den Prinzipien des «Neuen Bauens» die neue sozialistische Wohnstadt für den Industriegiganten entwerfen. Doch von Magnitogorsk wurde nur der erste und zweite Bauabschnitt realisiert. Die Debatte, ob die Stadt besser auf dem linken oder auf dem rechten Ufer des Ural-Flusses errichtet werden sollte, überlagerte sich mit dem Richtungswechsel in der sowjetischen Architektur- und Städtebaupolitik 1931/1932.
Barbara Kreis und Thomas Flierl diskutieren mit Ines Weizmann über die Abkehr von der Moderne in der Sowjetunion Anfang der 1930er Jahre, ihre weitreichenden Folgen und kontroversen Interpretationen.
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Plakat Bauhaus Argumente: Linkes Ufer, rechtes Ufer